Impfungen & Reisemedizin

Was ist Gelbfieber?

Dahinter versteckt sich eine schwere Virusinfektion, die durch eine tagaktive Stechmückenart (Aedes) übertragen wird. Eine Gelbfieber-Erkrankung beginnt drei bis sechs Tage nach der Infektion mit einem ersten Fieberschub. Bei einem zweiten Schub – nach einer scheinbar gesunden Phase – kommt es zu einer schweren Leberentzündung, an der ca. 20 % der Patienten sterben.


Wer sollte gegen Gelbfieber geimpft werden?

Die Impfung wird bei Reisen in Risikogebiete (Afrika und Lateinamerika) dringend empfohlen und wird von den meisten Risikoländern, zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, bei der Einreise zwingend verlangt.

Wie und wann wird die Gelbfieber-Impfung durchgeführt und was muss beachtet werden?

Der Gelbfieber Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff und soll unter die Haut oder in den Muskel gegeben werden. Es ist nur eine einmalige Impfung notwendig, der Schutz beginnt ca. 10 Tage nach der Impfung. Laut WHO besteht der Impfschutz nach einmaliger Impfung lebenslang.

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich, gelegentlich treten Hautrötungen, Schwellungen oder auch grippeähnliche Symptome auf. In seltenen Fällen werden neurologische Impfreaktionen (Gehirnhautentzündung) beschrieben.
Über 60-Jährige sollten allerdings nur unter strenger Indikationsstellung geimpft werden. In dieser Altersgruppe steigt die Nebenwirkungshäufigkeit an und in seltenen Fällen werden auch schwere Nebenwirkungen beschrieben.