Impfungen & Reisemedizin

Impfung gegen Pertussis (Keuchhusten)

Was ist Pertussis?

Dahinter versteckt sich der Keuchhusten. Dies ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst wird. Das Bakterium ist weltweit verbreitet und kann durch Husten, Niesen oder beim Sprechen, also durch Tröpfchen, übertragen werden. Die Bakterien werden sehr leicht weitergegeben und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erkrankter alle anderen ungeschützten Familienmitglieder ansteckt, liegt bei fast 100 Prozent.

Erwachsene mit Keuchhusten leiden meist unter wochenlangem unspezifischem Husten, im Mittel sind es sechs bis sieben Wochen. Sie können aber auch schwer erkranken. Komplikationen treten in rund einem Viertel der Fälle auf (z. B. Gewichtsverlust, Leisten- und Rippenbrüche, Lungen- oder Mittelohrentzündung, Inkontinenz, seltener auch Hirnblutungen). Etwa ein bis vier Prozent aller erwachsenen Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden, dabei handelt es sich meist um ältere Menschen.

Todesfälle durch Keuchhusten sind im Erwachsenenalter sehr selten. Für Säuglinge kann Keuchhusten jedoch eine echte Bedrohung darstellen. Es kommt zu Lungen- und Mittelohrentzündungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen und zum Teil lebensbedrohlich sind. Da die Ansteckung dabei vor allem über enge Kontaktpersonen (rund 80 Prozent der Fälle) erfolgt, ohne dass diese sich dessen bewusst sind, ist es nicht nur sinnvoll, Säuglinge möglichst früh gegen Keuchhusten zu impfen, sondern auch Eltern und sonstige Betreuungspersonen sollten sich bereits vor der Geburt des Kindes impfen lassen.

Wer und wann sollte geimpft werden?

Diese Impfungen ist für jede Altersgruppe relevant. Insbesondere für Säugling, Schwangere und enge Kontaktpersonen von Säuglingen.

Normalerweise erfolgt die Grundimmunisierung im Kindesalter. Sie können sie aber jederzeit nachholen, dafür reicht im Erwachsenenalter eine Impfung.
Im Erwachsenenalter soll einmalig in Kombination mit der nächsten fälligen Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie geimpft werden. Ein Einzelimpfstoff gegen Keuchhusten steht nicht zur Verfügung.

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt vor allem allen Frauen mit Kinderwunsch sowie engen Kontaktpersonen von Säuglingen (Geschwister, Großeltern, Babysitter, usw.) eine Impfung, um eine Gefährdung des Neugeborenen zu verhindern. Sollten Sie schwanger sein, sollten Sie sich im letzten Drittel der Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen. Dabei gehen Antikörper der Mutter gegen die Krankheit auf das Kind über (Nestschutz). Die Impfung schützt natürlich auch die Mutter.

Wie wird die Impfung durchgeführt und was muss beachtet werden?

Die Pertussisimpfung ist ein Totimpfstoff und wird meist als Kombinationsimpfung durchgeführt. Die Impfung erfolgt in Ihren Oberarmmuskel.

Die Impfung ist gut verträglich. Sehr häufig kommt es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, die auch schmerzen kann. Selten können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise eine Temperaturerhöhung, Frösteln, Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder ab.

Was sollte ich tun?

Um zu überprüfen, ob bei Ihnen ein Impfschutz besteht, vereinbaren Sie einfach einen Termin zur Impfstatus-Überprüfung in einer unserer Avi Medical Praxen und besprechen Sie sich mit unserem ÄrztInnenteam. Es wird Sie ausführlich beraten, ob Sie bereits geschützt sind oder ob Sie eine Impfung erhalten sollten. Dabei werden die ÄrztInnen auch prüfen, ob es weitere Impfungen gibt, die für Sie sinnvoll wären und werden diese gegebenenfalls direkt durchführen.