Impfungen & Reisemedizin

Impfung gegen Gürtelrose

Was ist die Gürtelrose?

Dahinter versteckt sich ein Hautausschlag, der wie Windpocken (Varizellen) durch Varizella-Zoster-Viren verursacht wird. Die meisten Erwachsenen ab einem Alter von 50 Jahren haben in ihrem Leben die Windpocken durchgemacht. Dabei nisten sich Viren in den Nervenzellen des Körpers ein. Wenn das Immunsystem – beispielsweise im höheren Alter – schwächer wird, können die Viren wieder aktiv werden.

Sie rufen dann einen schmerzhaften, einseitigen, streifenförmigen Hautausschlag mit Blasen – die Gürtelrose (Zoster) hervor. Die schmerzhaften Nervenentzündungen können auch nach Abklingen des Ausschlags längere Zeit andauern (postherpetische Neuralgie). Tritt die Gürtelrose im Gesicht oder Augen auf, kann es durch Hornhautvernarbung zu einer teilweisen oder vollständigen Erblindung kommen. Von der Gürtelrose sind am häufigsten ältere Erwachsene und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen.

Die Gürtelrose ist weniger ansteckend als die Windpocken. Nur die Flüssigkeit in den Bläschen des Ausschlags ist infektiös. Anstecken können Sie sich nur, wenn Sie weder eine Windpocken-Erkrankung durchgemacht haben, noch gegen Windpocken geimpft sind. Eine Infektion ruft dann zunächst Windpocken hervor.

Wer und wann sollte geimpft werden?

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes zoster) bei allen Personen ab 60 Jahren.
Es gibt weiter Gruppen von Personen, die gegebenenfalls eine Impfung benötigen.

Der Totimpfstoff wird zweimal im Abstand von mindestens 2 und maximal 6 Monaten geimpft.
Eine Auffrischungsimpfung wird aktuell noch nicht empfohlen.

Wie wird die Impfung durchgeführt und was muss beachtet werden?

Die Gürtelrose-Impfung ist ein Totimpfstoff. Die Impfung erfolgt in Ihren Oberarmmuskel.

Nach der Impfung gegen Gürtelrose kommt es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr sehr häufig zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, die auch schmerzen kann. Ebenso können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise Kopfschmerzen,  Müdigkeit, Fieber oder Muskelschmerzen auftreten. Häufig kommt es auch zu einem Juckreiz an der Einstichstelle. Gelegentlich schwellen Lymphknoten an oder Gelenke schmerzen. Solche Impfreaktionen sind in der Regel nur von kurzer Dauer und klingen nach ein bis drei Tagen wieder ab.

Was sollte ich tun?

Um zu überprüfen, ob bei Ihnen ein Impfschutz besteht, vereinbaren Sie einfach einen Termin zur Impfstatus-Überprüfung in einer unserer Avi Medical Praxen und besprechen Sie sich mit unserem ÄrztInnenteam. Es wird Sie ausführlich beraten, ob Sie bereits geschützt sind oder ob Sie eine Impfung erhalten sollten. Dabei werden die ÄrztInnen auch prüfen, ob es weitere Impfungen gibt, die für Sie sinnvoll wären und werden diese gegebenenfalls direkt durchführen.